• Akademischer Segler-Verein zu Rostock e.V.,Uferpromenade 1, 18147 Rostock

Dies ist die Geschichte der Segelyacht SHANTY, soweit sie uns bekannt ist. Die Recherchen sind noch nicht ganz abgeschlossen.
Einige Texte sind zum Teil der in Arbeit befindlichen Chronik entnommen und gekürzt.Das Titelbild des diesjährigen Jahresheftes war das Titelfoto der
Zeitschrift „Segelsport“ Nr. 7 vom 6. Juni 1954 mit der Unterschrift: „Die Seekreuzerflotte an der Küste hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Unser Bild zeigt den Seefahrtkreuzer „Shanty“ aus
Warnemünde, der 1953 gebaut wurde und mit zu den seetüchtigsten und schnellsten Booten gehört.“

Text von Dittmar Kirsten

DER ANKER DER SHANTY

Er war anfangs ein Problem. SHANTY hatte keinen ordentlichen Anker. Heinz – der Reeder – wollte ihn anfangs stellen. Nachdem er aber den Anker auch in seinem Keller nicht finden konnte, erinnerte er sich anders und sagte, er müßte an Bord sein. Ja, er ist doch damals an Bord geblieben. Die Klubleitung gab auch kein Geld für den Anker. Es war nicht im Plan – er sollte ja von Heinz kommen. Wir saßen in der Klemme. Solch großer Anker war damals nicht handelsüblich in der DDR – er würde teuer werden. Alte 8-10kg-Anker lagen noch verrostet im Bootshaus. Wir nahmen erst einmal zwei kleine an ein Kette. Juri hatte das Problem in der dörflichen Bierrunde vorgetragen. Der Dorfschmied wollte für uns eine Sonderschicht fahren. Die geforderte Zeichnung erhielt Juri schon Tage nach dem Angebot. – Wir hatten uns auch eingehend nach dem in der Schmiede vorhandenen Ausgangsmaterial erkundigt, aber das Frühjahr ging in den Sommer über - wir lagen immer noch vor unseren ulkigen Zweiankern. Juri wurde bedrängt, dann bedroht. Ja, ja, der Anker kommt. Spät im Sommer war er da, rostig, nicht ganz nach Zeichnung – es war aber ein schwerer Anker. Die Flunken wurden noch ausgeschärft, der Klappwinkel des Superdanforth geändert, gepönt, dann mußte es gehen. Vor Warnemünde ankerten wir zur Probe. Juri , wenn der Anker nicht hält, gibst Du eine Runde! Der Anker hielt, ja er war wie mit dem Grunde verwachsen. Juri jubelte erst, dann wurde er blaß. Denn wenn wir dieses schwere Stück hier liegen lassen müssen brauchen wir schnell einen Neuen! Es ging hart zur Sache. Immer wenn die SHANTY ins Wellental sackte, konnten wir ein Stück Ankertrosse holen und schnell belegen, den Wellenberg hinauf zog die SHANTY mit ihrem Auftrieb die Trosse an. Schließlich tauchte der Anker aus den Fluten – mit einem dicken Stahlstropp zwischen den Flunken.

Halten konnte der Anker aber auch auf normalem Grund. Viele Jahre diente er auf der SHANTY und auf RASMUS. Nun lauert er als Ersatz auf dem Hexenhausboden und wartet, ob einer seinen Anker verliert und ihn wieder mit nimmt auf große Fahrt.

Dirk Schietke
Christoph Boelke
Stephan Joschko
Niels Rickert
Olaf (Gast - Freund von Christoph)

Dieses Jahr sollte es nach Karrebeksminde gehen.
Die Crew der SHANTY bestand aus Stephan, Niels, Christoph, Olaf (ein Freund Christoph's) und mir. Nachdem Olaf per Motorrad von Rügen angereist war, legten wir am 28.5. um 21.30 Uhr ab. Bis zu den Molenköpfen mußten wir motoren. Hinter den Molenköpfen übernahmen Christoph und Olaf die 1. Wache. Ab 03.15 Uhr übernahm ich mit Stephan die 2. Wache. Ich nutzte sofort die nautische Dämmerung, um meine gerade gelernten Kenntnisse der astronomischen Navigation zu testen. Ich versuchte, einen Ort aus 2 Höhen zu bestimmen. Schedir (Sternbild Kassiopeia) und Dhube (großer Wagen) sollten "geschossen" werden, aber leider war die Kimm unklar. Zwischenzeitlich musste wegen Flaute 2h motort werden. Vor Gedser übte ich einmal wieder eine Horizontalwinkelpeilung. Eine Vertikalwinkelpeilung war nicht möglich, da Feuerhöhen nicht in den Sportbootkarten eingetragen sind und ich zu faul war, im Leuchtfeuerverzeichnis zu suchen. Vor dem Mittagessen errechnete ich die Kulminationszeit der Sonne um eine Mittagsbreite zu nehmen. Nach dem Mittagessen, zu dem uns ein paar Schweinswale besuchten, schoss ich die Sonne. Die ermittelte Mittagsbreite lag 6sm von der gekoppelten entfernt.

Um 19.00 machten wir im Hafen von Hesnæs fest. RIJO, FENT III und RASMUS folgten später. Leider gab es keine öffentlichen Grills mehr auf der Mole. Also schnorrten wir bei Hansi einen. Sein Kommentar auf unsere Anfrage: "Da muss ich erst einmal gucken, in welchem Laderaum der ist."
Nach dem Essen versammelten wir uns auf der RIJO und hörten "Die Kuh im Propeller" und "Der Flaschenzug" mit Manfred Krug und "Der Hase" mit Eberhard Esche.

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